Bens entführung [Eine Gruselgeschichte von Klara]

Es war einmal ein Mädchen namens Kim. Kim war 13 Jahre alt und lebte mit ihrer Mutter Helena, ihrem Vater Sven und ihrem 5-Jährigen kleinem Bruder Ben in einem Haus in der Mitte von Hamburg. An einem ganz normalen Dienstagmorgen ging Kim, wie an jedem anderen Tag auch, auf dem Weg zur Schule zu ihrer Besten Freundin Lucy. Lucy ging mit Kim in dieselbe Klasse und war genauso wie Kim 13 Jahre alt. Als Kim also vor dem Zaun von Lucys Haus stand, hörte sie aus dem Haus von der  anderen Straßenseite Hilfeschreie.

Kim ging zur Tür von dem Haus und sah ein Schild auf dem stand ~Keiner Zuhause. Geh weg!~, An der Klingel stand auch noch der Name *Slenderman*. Als Kim gerade klopfen wollte, kam auch schon Lucy und fing an zu erzähle: „In der Zeitung stand einmal, dass hier Leute erschossen, erhängt oder irgendwie anders umgebracht werden, aber mal ehrlich, wer glaubt denn bitte so etwas?“. Noch immer starrte Kim auf die verschlossene Tür. „Kommst du jetzt?“ fragte Lucy, „J..ja..komme“. Als Kim dann vom Grundstück runtergegangen ist, hörte sie eine dunkle Stimme sagen: „Als Strafe, dass du mich bei meinem Schlaf gestört hast, entführe ich deinen kleinen Bruder Ben“. „Hast du was gesagt?“ fragte Kim Lucy, „Nein?“ antwortete sie und ging weiter. Kim dachte sich, dass es bestimmt nur ein Streich von jemandem aus Kims Klasse war. Nach der Schule begleitete Kim Lucy noch zu ihr nach Hause und ging dann anschließend zu sich nach Hause. Als sie Zuhause angekommen war, sah sie ihre Eltern verzweifelt im Wohnzimmer sitzen und ein Polizeiauto vor der Tür. Kim ging zu ihren Eltern und fragte, was denn los sei. „Ben wurde entführt“ , sagte Kims Mutter. „Als wir nach Hause kamen, war er schon nicht mehr da. Die Polizei hat schon überall nach ihm gesucht, doch keine Spur“, fuhr ihr Vater fort. Noch am selbem Nachmittag ging Kim zu dem Haus von heute Morgen und klopfte dreimal kräftig an der Tür. Auf einmal erstrahlte ein Licht im Inneren des Hauses. Sie klopfte nochmal und bevor sie das dritte Mal klopfen konnte, öffnete sich von ganz alleine die Tür. Kim zögerte für einen kleinen Moment und betrat dann das Haus. Sie rief „Hallo? Jemand da?“Man hörte nur eine leise Stimme weinen. Plötzlich stand eine große, schwarz-gekleidete Gestalt mit einem weißen Kopf vor ihr. Ihr Gesicht konnte man nicht erkennen, wenn sie überhaupt ein Gesicht hatte. Mit dunkler Stimme sagte die Gestalt: „Was willst du hier?“ Mit zitternder und eingeschüchterter Stimme sagte Kim nun: „M..mein..en…k..kl..einen Br..Br…Bruder“

„ Ich habe deinen Bruder nicht, frag doch mal im Heim, vielleicht hatte er einfach nur keinen Bock mehr auf dich“, sagte die Gestalt.

„Ich weiß, dass sie Ben entführt haben, also geben sie ihn wieder her!“ sagte Kim nun etwas lauter. Auf einmal kam eine Stimme aus dem Obergeschoss vom Haus und rief: „Kim!? Bist du es?!“ Kim erkannte sofort, dass es Bens Stimme war, die gerufen hatte. „Du solltest jetzt gehen!“, sagte die Gestalt und schloss die Tür genau vor Kims Gesicht.

Nun stand Kim wieder vor der Haustür und hörte, wie die Gestalt langsam die Treppe hinauf ging. Kim ging um das Haus herum, um zu sehen, ob irgendwo vielleicht ein Fenster offen stand.

Sie hatte echt Glück, denn es war tatsächlich ein Fenster offen. Als Kim versuchte durch das offene Fenster zu klettern und schon fast  drinnen war, stand da plötzlich die Gestalt mit einer Kettensäge in der Hand und guckte Kim an.

Die Gestalt schloss das Fenster und Kim konnte jetzt nicht mehr in das Haus rein. Sie sah nur noch, wie die Gestalt die Treppe hoch ging. So schnell  wie möglich rannte Kim nach Hause und wollte ihren Eltern Bescheid sagen, doch die waren gerade auf der Polizeistation, um der Polizei zu erklären, wie Ben aussieht. Also lief Kim zum Telefon und rief die Polizei an. „Schönen guten Tag, Polizei Hamburg hier, wie kann ich Ihnen helfen?“, fragte der Polizist am Telefon. „Hallo, ich brauche ganz schnell Hilfe. Mein kleiner Bruder Ben wurde entführt und ich weiß, wo er ist, bitte kommen Sie schnell! Er ist in großer Gefahr, Wakendorfer-Straße 19“, sagte Kim. „Okay, ich sage meinen Kollegen Bescheid“, antwortete der Polizist. Wenige Minuten später stand die Polizei auch schon vor Kims Haus. Kim führte die Polizei, die mit drei Autos gekommen waren, zum Haus von Slenderman. Zwei von den Polizisten klopften an die Tür und schon wieder öffnete sich die Tür von ganz alleine. „Hallo, jemand da?“, rief der eine Polizist, doch keine Antwort kam.

„Wo soll dein Bruder sein?“, fragte er Kim. „Oben“, sagte sie. Langsam gingen die Polizisten hoch und sahen sich um. Doch nirgendwo war eine Spur von Ben. Die Polizisten kamen wieder runter und sprachen zu Kim: „Da ist niemand, wahrscheinlich hast du es nur geträumt. Geh mal lieber wieder nach Hause, deine Eltern mach..“ Noch bevor der Polizist zu Ende sprechen konnte, kam die Gestalt von hinten und sägte ihn von oben bis unten durch. Die anderen Polizisten versuchten noch die Gestalt zu erschießen, doch sie hatte sich schon wieder ins Haus verzogen. Kim starte noch auf die Leiche, während die anderen Polizisten versuchten, irgendwie ins Haus reinzukommen. Sie hob ihren Kopf und sah im Fenster die Gestalt, die eine Pistole an Bens Kopf hielt. Die Polizisten gingen weiter zurück und wollten die Tür mit einer Waffe aufschießen. Kim hatte es leider nicht mitbekommen und wollte Ben retten. Sie lief zur Tür und wollte rein, doch die Polizei bemerkte es zu spät. Sie schossen auf die Tür, vor der Kim stand und trafen Kim genau in ihr Herz, ihre Lunge und ihren Kopf. Nun war Kim tot und bevor die Polizisten etwas machen konnten, kam zuerst ein einzelner Schuss und danach folgten noch ein paar. Die Gestalt hatte zuerst Ben und dann die Polizisten erschossen. Lucys Eltern hörten die Schüsse und riefen die Polizei. Nachdem die Polizei angekommen war, brachten sie alle Leichen ins Krankenhaus. Im Krankenhaus wurden Kims Eltern angerufen, um zu sagen, dass ihre Kinder im Krankenhaus seien. Die Ärzte merkten schnell, dass es für Kim endgültig vorbei war, doch für Ben gab es noch Hoffnung.

Als die Eltern von Kim und Ben zum  Krankenhaus fahren wollten und auch schon fast da waren, fuhren sie normal auf der Straße, als auf einmal ein sehr schnelles Auto von links kam und genau in Helena und Sven reinfuhr.  Als sie vom Krankenwagen abgeholt wurden, haben die Ärzte schon im Auto festgestellt, dass bei Helena der Kopf aufgeplatzt ist und ihr Gehirn rausguckte, dass man es nicht retten kann und, dass bei Sven das Herz auch schon aufgehört hatte zu schlagen. Im Krankenhaus konnten sie Ben noch retten, doch er war jetzt ganz alleine. Alle anderen aus seiner Familie waren gestorben. Es wurde die Polizei verständigt und es wurde herausgefunden, dass Ben noch eine Tante hat, zu der er in dem Fall müsse. Schon am nächsten Tag durfte Ben aus dem Krankenhaus raus und fuhr zu seiner Tante. Sie wohnte 20 Minuten vom Krankenhaus entfernt. Als die Polizei Ben zu seiner Tante gefahren hatte, erzählte er ihr, was passiert ist. Sie war sehr erschrocken darüber und war einverstanden damit, dass Ben nun bei ihr wohnt. Genau eine Woche nachdem ihr eingezogen war, ging Ben in den Supermarkt, der ganz in der Nähe von ihrem Haus war, um Essen für den Abend zu holen. Als er gerade auf dem Weg wieder zurück war, raschelte es auf einmal im Busch. Weil Ben so neugierig war, schaute er natürlich nach, was es war. Doch er sah nur einen Vogel, der auf dem Boden schabte und ging weiter. Auf einmal schnappte ihn etwas von hinten und hielt ihm den Mund zu. Es schleppte Ben in einen großen, schwarzen Wagen.

 

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